Winter am Flachsee – eine Exkursion mit spannenden Beobachtungen Gerade erst hat der Flachsee bei Bremgarten seinen
50. Geburtstag gefeiert. Ein guter Grund, wieder einmal einen Augenschein zu nehmen.
Zwölf wetterfeste Naturfreundinnen und -freunde trafen sich bei kaltem, aber wohltuend windstillem Wetter zur Exkursion unter der Leitung von Ralf-Peter Wagner. Der See präsentierte sich in überraschender Wintergarderobe: Ein grosser Teil war gefroren, ein eher ungewohnter Anblick.
Schon bald zeigte sich, dass bei diesen Verhältnissen einige Vögel ihre Nahrung auf den umliegenden Feldern suchen. Ein eindrückliches Bild, ein Dutzend Störche neben hunderten Graugänsen, Höckerschwänen, einem Silber- und einem Graureiher herumstreifen zu sehen. Darüber kreisten und rüttelten Rotmilan und Turmfalke.
Auf den noch offenen Wasserflächen tummelten sich Tafel-, Stock- und Reiherenten. Daneben Brandgänse, Löffel- und Schnatterenten und die zierlichen Krickenten. Auch ein Gänsesäger, ein Haubentaucher und ein Kormoran zeigten sich. Ein Teichhuhn verschwand sofort im Ufergehölz. Seine Verwandten, die Blässhühner, hatten es da schon weniger eilig.
Spektakulär dann eine Beobachtung im angrenzenden Wäldchen: Ein Buntspecht-Männchen versuchte den doch wesentlich grösseren Schwarzspecht zu vertreiben. Für uns natürlich eine herrliche Beobachtungsmöglichkeit.
Das Rotkehlchen zeigte sich wie gewohnt von seiner schönsten Seite. Bemerkenswert, wie Blau- und Kohlmeisen bereits ihre Frühlingsrufe anstimmten – ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Winter sich bald verabschieden wird.
Am Ende waren alle zufrieden und reich beschenkt von der Vielfalt der Vogelwelt. Und wie es sich für einen gelungenen Anlass gehört, klang die Exkursion bei einem feinen Zmittag im Restaurant Hecht in Rottenschwil aus. Dort wurde nicht nur gegessen, sondern auch noch einmal gestaunt, gelacht und die schönste Sichtung des Tages diskutiert.
Fazit Ein halber See aus Eis, ein gnazer See voller Leben - und eine Exkursion, die dem Flachsee zum 50. Geburtstag alle Ehre machte.
Ralf-Peter Wagner / Vostand NVE
Der diesjährige Herbst- und Bauernmarkt fand bei wunderbarem Herbstwetter statt. Viele Besucher bewunderten den originell gestalteten Stand vom Naturschutzverein Erlinsbach, mit dem Hauptthema
Wildbienen und dem Naturschutzgebiet Birch-Brunnacker. Mehrere korrekte Wildbienenhotels wurden präsentiert, dabei auch unsinnige Beispiele gezeigt. Auch wurde die invasive Art, die Asiatische
Hornisse live präsentiert und die Besucher auf die neue Gefahr für die Biodiversität sensibilisiert.
Grundsätzlich eine toller Event mit vielen neuen Kontakten und guten Gesprächen über die Natur, unser Engagement für Erlinsbach und unsere Projekte.
Was aus einer Kiesgrube werden kann: Besuch im zukünftigen Naturschutzgebiet Birch-Brunnacker, Erlinsbach SO
Die morgendliche Bewölkung und einige Regenspritzer störten die über 80 Naturinteressierten nicht, die in Erlinsbach das zukünftige Naturschutzgebiet Birch-Brunnacker in der Belsergrube West erkundeten. Der Kantonalverband VVS/BirdLife Solothurn lud ein, das Renaturierungsprojekt vor Abschluss der Etappe 2 «im Rohbau» zu besichtigen. In diesem Stadium sind die Strukturen und Ziele der Renaturierung besonders gut zu sehen. Zehn Exkursionsleitende führten in kleinen Gruppen durchs Gebiet sowie an die Aare.
Interessiert? Den ganzen Bericht finden Sie unten im PDF.
Erfreulich viele, nämlich volle 3 Dutzend Interessierte folgten der Einladung zu einem Anlass über die zunehmende Lichtverschmutzung. Sie erfuhren in einem interessanten Referat von Frau Ursula Philipps viele Zusammenhänge zwischen übermässigem, falsch gelenktem nächtlichem Licht und den negativen Auswirkungen auf Menschen, Pflanzen und Tiere. Vergessen wir nicht, dass ein Drittel der Wirbeltiere und zwei Drittel der Wirbellosen nachtaktiv und deswegen auf die Dunkelheit angewiesen sind. Seit den 1990er Jahren haben sich aber die Lichtemissionen in die Atmosphäre mehr als verdoppelt; die Nächte werden immer heller. Das in den oberen Raum abgestrahlte Licht reflektiert an Wassertröpfchen und feinen Stäuben und konkurriert mit dem Licht des Mondes und der Sterne.
Die meisten Lebewesen haben sich in ihrer Evolution an den natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus angepasst. Viele Organismen nehmen die jeweilige Tages- bzw. Nachtlänge wahr, um Futtersuche, Fortpflanzung, Wanderung, Kommunikation, Wachstum, Blütezeit usw. optimal zu nutzen. Die Lebensräume und Lebensabläufe nachtaktiver Tiere werden erheblich gestört. Kunstlicht zieht manche Tierarten an, andere fliehen davor. Das Insektensterben geht zu einem bedeutenden Anteil auch auf das Konto der nächtlichen Beleuchtung.
Auf einem Rundgang zeigte der Lichtexperte Herr Roland Bodenmann an verschiedenen Beispielen, worauf es bei der Beleuchtung ankommt. Sehr oft ist es möglich, die Sicherheit auch mit weniger, nach unten gerichtetem, zeitlich oder durch Bewegungsmelder gesteuertem Licht zu erreichen. Die «Lichttemperatur» sollte höchstens 3000 Kelvin betragen. Licht-Inszenierungen an Gebäuden sind heute durch Schablonen punktgenau und mit viel kleinerer Lichtmenge zu erreichen. Viele Beleuchtungen könnten auch eine Nachtruhe von 22.00 bis 6.00 Uhr morgens einhalten.
Die SIA-Norm 491 ist ein wichtiger Meilenstein zur Vermeidung unnötiger Lichtemissionen im Aussenraum. Darum sind folgende 5 Regeln von Bedeutung:
1. Ist die Leuchte wirklich notwendig?
2. Von oben nach unten beleuchten.
3. Leuchten abschirmen.
4. Beleuchtungsart anpassen (warme Farbtemperaturen, max. 3000 K.).
5. Leuchtdauer zeitlich begrenzen.
Es liegt an der Bewilligungsbehörde der Gemeinde, ob die Richtlinien bei bewilligungspflichtigen Lichtanlagen im Aussenbereich eingehalten werden.
Ein wertvoller Flyer mit dem Titel «Die Nacht braucht ihre Dunkelheit» von Dark Sky Switzerland kann bei der Gemeindeverwaltung der beiden Erlinsbach gratis geholt oder von www.darksky.ch digital heruntergeladen werden.
Nach zwei Stunden waren sicher die meisten Besucher des Anlasses, der zu viel Licht ins Dunkel der Nacht vermeiden wollte, überzeugt, dass die beiden Referenten etwas mehr Licht ins Dunkel unseres Unwissens gebracht haben. Ein warmer Applaus war den beiden sicher.
Edy Kaiser, Vorstand NVE
Am 30. Mai 2021 trafen sich neun Frühaufsteher zu einer spannenden und informativen Exkursion unter der kundigen Führung von Ralf-Peter Wagner. Vom Gehren-Parkplatz
ging’s hoch in den Buchwald. Die Stimmen der verschiedensten Vogelarten begleiteten uns und Ralf-Peter konnte uns die Art und manch interessantes Detail zu den Vögeln erklären. Im Wald machten
wir einen kurzen Halt vor einem Blaumeisen-Nest in einer natürlichen Baumhöhle.
Beim Köhlerplatz erhielten wir den Auftrag, ein Vogelnest zu bauen. Eine Aufgabe, die mit viel Kreativität und Einsatz von allen gemeistert wurde! Zur Belohnung
gab’s ein paar Schokoladeneier für unser Nest. Während wir mit Fotos und originalen Nestern über die Vielfalt des Nestbaus aufgeklärt wurden, legte ein «Kuckuck» unbemerkt ein weiteres Ei in
unsere Nester. Nach dieser gelungenen Überleitung zum Thema Brutschmarotzer machten wir uns wieder auf den Abstieg.
Zum Abschluss konnten wir beim Schiessplatz Gehren noch eine Goldammer und ein Pärchen Neuntöter durchs Fernrohr beobachten.
Vielen herzlichen Dank an Ralf-Peter Wagner für die spannende Tour und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Interesse.
Als Unterstützerverein des Naturschutzhauses am Klingnauer Stausee genossen wir 2020 eine Führung durch die Anlage.
Im November 2019 gab uns Dr. Cristina Boschi, Zoologin, Stiftung WIN Wieselnetz, in einem reich illustrierten Vortrag interessante Einblicke in das heimliche Leben von Wiesel, Iltis & Co.
Mit Unterstützung des NVE wurden auf dem Hard im März 2017 fünfzig Obstbäume angepflanzt. Trotz Regenwetter und Schlamm an den Stiefeln wurde mit vollem Einsatz gearbeitet. Die Obstbäume stellen eine Bereicherung des Landwirtschaftsgebietes und für die Natur dar.
Unter der Leitung von Werner Holliger und eines ortskundigen Führers besuchten wir 2017 die artenreichen Trockenwiesen in Zeneggen VS.